Die St.-Georgen-Kapelle

Kennen Sie das älteste Gebäude Templins? In der Berliner Strasse, nahe dem Berliner Tor, findet man es. Die St.-Georgen-Kapelle und vermutlich auch die Grundmauern des benachbarten Gebäudes sind neben der Wehranlage die ältesten Bauwerke der Stadt.

Die kleine Kapelle aus dem 14. Jahrhundert, in backsteingotischer Bauweise gebaut, wurde niemals völlig zerstört. In der Kapelle befindet sich eine prächtige Holzplastik, die Sankt Georg zu Pferd und in voller Rüstung im Kampf mit dem Drachen darstellt. Ein Flügelschrein aus dem 15. Jahrhundert bildet den Mittelpunkt der Kapelle.
Die St.-Georgen-Kapelle ist bis heute noch so erhalten, wie sie in vorreformatorischer Zeit gebaut wurde. Als im Jahre 1735 die Stadt Templin durch eine große Feuersbrunst fast vollständig in Schutt und Asche gelegt wurde, war es die St.-Georgen-Kapelle, die (außer der Stadtmauer mit ihren ausgebrannten Toren und einem Haus am Prenzlauer Tor) wie durch ein Wunder erhalten blieb. Zwar brach das Dach der Kapelle zusammen, aber ihr starkes Backsteingewölbe hielt dem Feuer stand.