Die Stadttore Templins
Vom Hauptbahnhof aus schlendern Sie rechterhand unter alten Linden und kommen von der "Feldseite" in Richtung Stadtkern genau zum Berliner Tor. Eines der drei beeindruckenden Stadttore Templins ist das Berliner Tor. 
Das 600-jährige Bauwerk ist mit einer repräsentativen Fassade ausgestattet, die als eine der schönsten der norddeutschen Backsteingotik gilt. In drei Etagen beherbergt das Gemäuer die liebevoll künstlerisch und umweltpädagogisch wertvolle Ausstellung "Lebensräume" der Großschutzgebiete Naturpark Uckermärkische Seen und Biospärenreservat Schorfheide-Chorin. Sie werden dort von zwei reizenden Begleitern, "Adam und Eva", durch die Geschichte der Menschen im Templiner Raum geführt. Humorvoll kommentieren sie die Entwicklung von der Eiszeit bis zur Industrialisierung sowie der Bildung der Großschutzgebiete in der jüngsten Vergangenheit.
Das Prenzlauer Tor ist das jüngste und vollendetste Backsteintor Templins. Heute kann man noch die Wehrhaftigkeit dieses Tores erkennen. Vom Torturm zur Feldseite hin wurde auf beiden Seiten eine Mauer gezogen, so dass der Zwinger entstand. Der Abschluss dieser Mauer bildete das Vortor im gotischen Stil mit zwei Durchfahrten. Nachdem die Toranlage ihre ursprünglichen Funktionen, wie die Durchfahrt zum Betreten und Verlassen der Stadt, das Eintreiben der Akzise als Einnahmequelle für Landesherren und Stadt, verloren hatte, gab es mehrere Möglichkeiten der Nutzung. Der Zwinger wurde 1867 mit einem Dach versehen und konnte anderweitig genutzt werden. Im Prenzlauer Tor befindet sich das heutige Uckermärkische Volkskundemuseum Templin. Das Museum wurde 1953 als Kreisheimatmuseum gegründet - und 1957 in einem kleinen Teil des Prenzlauer Tores eröffnet. Unter der Leitung von Fritz Röhnisch profilierte es sich zum Volkskundemuseum und trägt diesen Titel seit 1962. Es hatte bis 1993 zwei Außenstellen - das Landeskulturkabinett im Berliner Tor und das Technische Denkmal und Produktionsmuseum Klostermühle Boitzenburg, das zugleich die Entwicklung der Landwirtschaft in der Uckermark beleuchtet. Alle Einrichtungen wechselten 1994 in die Trägerschaft der Kommunen. In der Folge erhielt das Templiner Museum den Namen Uckermärkisches Volkskundemuseum Templin.

